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Neulich ...

Neulich kam ein Weiser des Weges, er war also ein echter Wegweiser.

Leider habe ich ihn nicht verstanden, da er kein Einheimischer war und ich schon mit dem Einheimischendialekt meine Probleme hatte, wie sollte ich da einen Ausheimischen verstehen? Neugierig folgte ich ihm, hatte er doch wallendes Gewand, Haar und Bart und ich dachte, dies müsse doch eine Bedeutung haben. Wollte er zur Walhalla, verwechselte er die Namensgleichheit mit Allah und dem verdrehten "h" gar mit einer Moschee? Nun, die Richtung stimmte nicht und langsam wurde ich es müde, ihm ständig zu folgen, da ich ja nichtmal ein Jünger, sondern eher älter war.

Also drehte ich um und ging nach Hause und freute mich, dank Navi und moderner Zivilisationstechnologie nicht mehr auf Wegweiser angewiesen zu sein.

2.1.14 18:29


Suchttagebuch 02.01.2014

Neues Jahr, neues Glück? Ich habe jetzt seit dem 28.12. nichts mehr getrunken, auch nicht Sylvester. Für mich interessant finde ich dabei den Umstand, dass ich die letzten Sylvesterjahre, immer am wenigsten trank. Weil, da trinkt ja jeder.

Warum ich nicht trinke, wenn andere trinken und dies auch noch in meinem Kopf irgendeine Bedeutung hat, verstehe ich nicht. Ich bin und war nie ein Heimlichtrinker, habe nie versteckt getrunken oder Flaschen gebunkert. Wenn mir danach war, habe ich um sechs Uhr früh begonnen und mir irgendwelche Zeiten auszudenken, ab denen Trinken Salonfähig war, ist mir auch nie eingefallen. Warum dann dieses "Bedürfnis" mich vom offiziellen Säufertag Sylvester abzugrenzen? Mich interessiert zwar, was andere Leute so denken wollen, mich interessiert auch, warum sie so und so handeln, aber auf meine Entscheidungen hat das wenig Einfluss. Ich empfinde es als sehr wichtig, selbstbestimmt durch mein Leben zu gehen und unter diesem Gesichtspunkt ist diese Reaktion für mich noch unverständlicher, belustigt mich aber irgendwie.

Ich bin halt doch nicht so frei, wie ich gerne wäre, oder zum Teil auch für mich vorzugeben wünsche.

2.1.14 01:10


Schlimmes Empfinden

Ich denke gerade darüber nach, warum es als böse gilt, Menschen zu töten oder sterben zu lassen, Schlachthöfe und Massentierhaltung wird aber als ganz normal und richtig betrachtet.

Sterben muss wirklich jede/r und wenn jemand früher stirbt, ists doch letztendlich beim Menschen genauso gleichgültig wie bei Kuh oder Schwein.

Oder glaubt jemand ernsthaft, die Kuh stirbt lieber früher als der Mensch?

Entweder ist doch beides gleichberechtigt "böse" oder "schlimm", oder gleichberechtigt gleichgültig.

Oder doch nicht?

30.12.13 23:22


Entwöhnung

Er hing an der Flasche. Er wollte nicht, aber er tat es. Immer öfter in immer kürzeren Zeitabständen. Was tun? Wie sich verhalten? Auflehnung alleine half nicht. Auch seine Hilferufe verhallten ungehört. Also verweigern, oder sich mit der Situation abfinden? Sich arrangieren und auf bessere Zeiten hoffen? Es war ein Widerstreit sich wiedersprechender Gefühle und er hatte keine Ahnung, wie lange er noch die Kraft besaß, sich zu widersetzen, immer wieder neu, Tag für Tag.

Schlussendlich war Mutter die Stärkere. Sie entwöhnte ihn ihrer Brust und gewöhnte ihn an die Flasche.

Scheiß Leben.

29.12.13 16:29


Keine Weihnachtsgeschichte aber nahe dran

Jesus verschwand ja aus jedweden Aufzeichnungen ungefähr zwischen seinem zwölften und dreißigsten Lebensjahr. Das Gerücht, oder vielleicht auch die Behauptung, geht um, dass er sich während dieser Zeit bei den Essenern aufhielt und viel von deren Glaubenstilrichtung aufgenommen hat.

Die Essener kommen ja bekannterweise aus dem Ruhrgebiet und eine Reise nach Essen und wieder zurück hat, bei den damaligen Lebensumständen und Reisewegen sicherlich Jahre gedauert. Ich selbst vermute ja, dass er bei den Essenern zusätzlich zu seinem Zimmererhandwerk die Köhlerei erlernt hat, um sich, wieder daheim, mit der Herstellung und dem Vertrieb seiner eigenen Heiligenbilder ein zuverlässiges Zubrot zu verdienen und nicht nur von Spendengeldern abhängig zu sein. Farben gab es ja nicht so viele in Israel und mit den Ägyptern waren sie ja verfeindet und so war Kohle dank seiner zweiten Ausbildung zum Köhler, die einzige Alternative ins Mal- und Kunstgeschäft einzusteigen.

Leider vergaß er, sein Gewerbe anzumelden und Steuern darauf zu entrichten und so ließ ihn Herodes verhaften und grausam hinrichten. Man stelle sich dies unter heutigen Verhältnissen mit Hoeneß vor. Würde DER dann auch zum Märtyrer und Religionsgründer? Ich glaube, für Einige schon. 

Jesus war auch, was nur Wenigen bekannt sein dürfte, ein echter Womanizer. Als er beispielsweise in die Wüste verschwand, um zu beten und zu meditieren, folgte ihm eine lange Dürre, wie in der Bibel steht. Maria Magdalena, seine eigentliche Gefährtin war aber weder lang, noch dürr.

Ich finde solche Hinweise sehr interessant, belegen sie doch das gänzlich falsche Bild, das die Kirche von Jesus, seinem Leben und Wirken, zeichnet.

26.12.13 12:30


Keinnacht überall

Ich mag Weihnachten nicht.

Dieses Getue des gegenseitigen Liebhabens und Achtens und Schätzens mit Menschen, mit denen man meist nichts anzufangen weiß.

Die Hoffnung auf irgendwelche Geschenke, die man nicht mag, nicht braucht oder sich selbst kaufen könnte, hätte man sie als nötig erachtet. Übersättigung und Selbstzufriedenheit und Vorspiegelung von Wohlbefinden und Freude. Reine Übertünchung und festhalten an Oberflächlichkeit. Ich schenke seit Jahren nichts mehr und möchte auch selbst keine Geschenke.

Sylvester ist auch so ein Tag. Gespielte Fröhlichkeit und erzwungenes Besäufnis an einem künstlich erstellten Tag an dem plötzlich Altes enden und Neues beginnen soll. Mit Feuerwerk und im wahrsten Sinne hinausgeschmissenem Geld. Und eine Woche später sind die guten Vorsätze vergessen und die alte Bequemlichkeit in der Einrichtung des Lebens hat Dich wieder in den Fängen. Warum was ändern? Es ist doch sowieso alles so eingerichtet und gewohnt in seinem Gang. Nur nichts wirklich Neues, es könnte sich als unbequem herausstellen und zum plötzlichen Denken zwingen.

Geburtstage sind das Letzte. Hier in diesem Beitrag und im täglichen Leben und jährlichem Erleben. Warum feiern, dass man an einem bestimmten Tag geboren wurde? Es war keine bewusste Entscheidung oder Herbeiführung hier auf diesem Erdenrund aufzukreuzen und die jährliche Erinnerung daran macht diesen Tag nicht wertvoller. Wieder geht es überwiegend um Kommerz, um Geldausgeben. Und am nächsten Tag ist man doch nicht glücklicher.

25.12.13 14:31


Suchttagebuch 22.12.2013

Jetzt sind aus einer Woche nichttrinken drei Tage Dauerbesäufnis geworden und ich stehe wieder am Anfang. Ich verstehe mich selbst nicht und bin hin und hergerissen zwischen Frust, Verzweiflung und Gleichgültigkeit. Ich habe ja schon immer wieder Monatelang nichts getrunken, aber im Moment scheint es mir schwerer denn je zu fallen.

Vielleicht, weil ich diesmal endgültig und nicht bloß vorübergehend aufhören will? Weil ich mir selbst etwas verbiete und ich auf Verbote mit zunehmendem Alter immer allergischer und wohl auch trotziger reagiere?

Ich bin mir über meine Beweggründe nicht sicher und diese Unsicherheit macht mich noch unsicherer, denn normalerweise weiß ich recht gut, warum ich wie reagiere und was ich will, oder zumindest sehr genau, was ich nicht will.

Ich fühle mich seltsam, versuche mich auf einen Beobachterposten zurückzuziehen und mich selbst mit Distanz zu betrachten. Immerhin verspüre ich eine Neugierde, wie es mit mir weitergeht, wie ich mich so beeinflussen kann, den Weg zu beschreiten, den ich zumindest in Etwa für meine nähere bis mittelfristige Zukunft geplant habe. Wobei geplant übertrieben ist. Ich schwebe im Nichts meiner Gleichgültigkeit, habe aber wenigstens einen Hauch von Vorstellung, was ich nicht will, wenn ich doch schon seit Jahren nicht mehr recht weiß, was ich will.

Ich sehe dies als Anfang von ...

Ja genau, von Irgendwas.

22.12.13 20:03


18.12.2013

Jetzt ist es genau eine Woche her, als ich das letzte Mal trank. Das Datum lässt sich recht einfach merken, 11.12.13. Auch wenn ich nicht besonders abergläubisch bin, mag ich solch Zahlenspiele und versuche manchmal eine Bedeutung hineinzuinterpretieren. Des Öfteren habe ich versucht zu einem bestimmten Datum aufzuhören, aber diesmal war es Zufall und ich will dies als positives Zeichen bewerten.

Alkohol ist schlecht für mich und die Lebenszeit nicht wert, die ich ihm schon geopfert habe. Momentan sehe ich in dieser Hinsicht alles eher positiv.

18.12.13 12:03


16.12.2013

Es ist garnicht so einfach, die tägliche Disziplin aufzubringen, hier zu schreiben. Immerhin hat mich vorgestern genau dieser Block vom Trinken abgehalten, wollte ich doch nicht davon berichten, schwach geworden zu sein und insofern, werte ich dies als Erfolg.

Natürlich ist meine Berichterstattung freiwillig und es fiele sicherlich nicht schwer, einfach schweigend darüber hinwegzugehen, aber ich sähe dies als Betrug, zumindest mir selbst gegenüber an und welchen Grund gibt es, sich selbst zu betrügen, belügen?

Ich erinnere mich noch, wie ich das Rauchen aufhörte, damals, in recht jungen Jahren. Da hatte ich mit jedem aus meinem Umfeld um zehn DM gewettet, dass ich nicht mehr beim Rauchen gesehen werde. Natürlich gab es genügend Gelegenheiten, dies heimlich in irgendeinem Kämmerlein oder unbeobachtet irgendwo unterwegs zu tun, aber schon damals sah ich das in erster Linie als Selbstbetrug an und auch wenn ich sicherlich schon aus Bequemlichkeit, Ängsten oder um des eigenen Vorteils willen gelogen und betrogen habe, so war mir seit Beginn des selbständigen Denkens immer wichtig, mich nicht selbst zu belügen, sich selbst nichts vorzumachen.

Die letzten Jahre, ich denke, wohl eher mehr als eineinhalb Jahrzehnte, habe ich auch keine Lust mehr, anderen etwas vorzumachen und so versuche ich, möglichst identisch zu sein und, für mich ganz wichtig, niemanden etwas vorzugaukeln, sondern lieber in Kauf zu nehmen, anzuecken, auch unbequem zu sein. Dabei hilft mir meine direkte Art und die Unbekümmertheit, was und wie Andere über mich denken könnten.

Jeder ist für sich selbst verantwortlich und ich kann vielleicht nicht steuern, was mir alles passiert im Leben, aber ich kann IMMER steuern, wie ich damit umgehe.

 

16.12.13 14:07


14.12.2013

Der letzte Satz des gestrigen Tages beschäftigt mich noch. Was ist Verschwendung? Ab wann beginnt sie, wer definiert sie? Doch wohl jeder für sich selbst.

Vom Leben allgemein aus betrachtet, endet die Verschwendung nach der Fortpflanzung. Man hat sein Teil getan und es gibt genügend Beispiele in der Natur, wonach sich am Ende der Vermehrung zum Sterben hingelegt wird.

Der Mensch, und auch ich, tickt da ja anders. Jetzt beginnt meiner Meinung nach die Zeit, sich um sich selbst, sein Seelenheil, seinen Glauben zu kümmern. Die Richtung zu finden, egal ob religiös, philosophisch oder esoterisch. Der Glaube kann stärken und viele Ängste nehmen, doch was ist die richtige Art zu glauben, zu hoffen, sich sein Weltbild zusammenzuschustern? Hier bin ich eindeutig Suchender.

Das Trinken von alkoholischen Giften befreit vom Nachdenken, vom blinden Stochern in den trüben Gewässern des Nichtwissens, Glaubens, Suchens und verdrängt die eigene Hilflosigkeit über das Wissen der Sterblichkeit, Vergänglichkeit, des Älter- und Unattraktiverwerdens in unserer Kultur der Jugend- und Schönheitsideale und Oberflächlichkeiten.

Ja, ich bin Suchender und Neugieriger.

Ich hoffe ich finde wieder zu entspannterem Umgang mit mir Selbst, zu Selbstzufriedenheit und der Gewissheit, dass ein Ende immer auch ein Anfang ist. Trotz allen Schwächen und Rückschlägen und Zweifeln liebe ich mich und das ist gut so.

14.12.13 12:58


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